Benjamin,

20 Jahre

 

Schlank, gut aussehend, breites Lachen, freundliche Art: Benjamin ist seit Januar 2014 bei Allraund. Er arbeitet in der Gebäudereinigung. Aber gelegentlich fährt er auch das Essen aus und erledigt kleinere Hausmeisterdienste: Schnee räumen zum Beispiel. Oder Bücher zum Bund der katholischen Jugend fahren. Das mag er übrigens am liebsten: Hausmeisterdienste. Weniger schön findet er das Putzen. „Ich habe auch schon bügeln müssen“, sagt er grinsend. 

Dabei kommt er aus einer ganz anderen Ecke: Nach dem Abschluss an der Förderschule, nach der 9. Klasse, hat er eine Ausbildung zum Fahrzeugpfleger gemacht. Die dauert zwei Jahre. Man lernt, Karosserie, Motor- und Innenraum fachgerecht zu säubern. Danach arbeitete er zwei Jahre bei den A24 Werkstätten. Und bei einer großen Tankstelle. Aber dann gab es Streit mit der Chefin. Und er wurde arbeitslos. 

Jetzt ist er zehn Stunden die Woche bei Allraund angestellt. Aber parallel sucht er eine Stelle als Lagerarbeiter. Oder als Gabelstapler. Er hat ja einen Staplerschein. Auch Mechaniker würde ihm gefallen. „Das ist der Job meines Vaters.“ Und sein Vater, das spürt man, den findet er richtig cool. Der lebt jetzt wieder in Bosnien, seiner Heimat. Die Mutter von Benjamin lebt in Heimstetten.

„Irgendeine Arbeit mit Autos fände ich gut. Meine Betreuer im Adelgundenheim helfen mir zum Glück auch bei der Arbeitssuche“, sagt er. Hier war Benjamin seit 2010 teilbetreut untergebracht. Jetzt hat er seine eigene Wohnung in Giesing. 

Im Adelgundenheim war er im Fußballclub und hat über die Einrichtung sogar zwei Jahre lang Reitunterricht bekommen. Dass er sportlich ist, das sieht man sofort. 

Träume? Ja, eigentlich wollte er früher Stuntman werden. Die Figur dafür dazu hätte er jedenfalls.

 

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